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Freie Vereinigung der Tourensegler Grünau 1898 e.V.

FD-WM 2016 in Steinhude

01.08.2016

Wind aus östlicher Richtung, stark drehend und unterschiedlich stark, zahlreiche Fehlstarts, abgebrochene Rennen, Glück und Pech nah beisammen — so waren die Weltmeisterschaften der Flying Dutchman 2016

Ende Mai kamen 114 Mannschaften aus 12 Nationen nach Steinhude: von Newcomern, die ihr erstes Jahr im Flying Dutchman segeln bis hin zu dem Olympia Goldmedaillengewinner 1988 Jørgen Bojsen-Møller und den mehrfachen, amtierenden Weltmeistern aus Ungarn Majthenyi / Domokos. Das Hauptfeld der Weltmeisterschaftsteilnehmer kam aus Deutschland gefolgt von Holland, aber auch Australien, Neuseeland, die niederländischen Antillen, Mexiko, Tschechien, Spanien, Italien, Österreich, Großbritannien, Ungarn und Dänemark waren vertreten. Die TSG 1898 war mit drei Steuermännern am Start. Charly Witte, Max Jambor und Ralph Jambor. Die 114 Teams wurden in vier etwa gleichstarke Gruppen aufgeteilt, die jeweils abwechselnd in zwei Fleets segelten. Überwiegend hatten wir Leichtwetterbedingungen, nur am zweiten Tag wehte der Wind mit Stärke 3-4. Die Wettfahrtleitung nutzte den Tag voll aus und ließ drei Läufe segeln. Nach 6 Rennen segelten die 57 besten der Ergebnisliste weiter im Goldfleet, die anderen 57 im Silberfleet. Wir drei hatten sicher das Minimalziel Goldfleet mit Plätzen zwischen 22 und 35 erreicht und nun galt es, im Feld der Besten zu bestehen. Die Bedingungen waren für die drei Finalrennen enorm schwierig. Wind aus östlicher Richtung, stark drehend und stark unterschiedlich in der Stärke zwischen eins und drei. Zahlreiche Fehlstarts, abgebrochene Rennen, Bahnverkürzungen, Glück und Pech nah beisammen. Wir drei, aber auch alle Favoriten haben keine konstante Serie fahren können. Insbesondere die Berliner konnten sich aber bei den Bedingungen abwechselnd hervorragend in Szene setzen. Max und Moritz konnten mit einem dritten Platz auftrumpfen und wir mit einem fünften. Peggy Bahr, Dirk Bogumil mit je einem 1. Platz, Jörg Herrmann und Marcus von Lepel mit je einem 2. Platz.. Die ungarischen Favoriten, die noch als erste in die Finals gingen, erwischten einen für ihre Verhältnisse schlechten Tag und fielen auf Platz 6. zurück. Die beste Serie ohne Streicher haben Kai Uwe Lüdtke/ Kai Schäfers gesegelt. Mit zwei Streichern waren aber Jorgen und Jacob Boysen-Möller, die starken Männer aus dem Norden die Sieger. Vizeweltmeister Lüdtke/Schäfers. Bronze ging an Kilian König/ Johannes Brack. Nur einen Punkt dahinter auf Platz vier Peggy und Torsten Bahr. Wenn man dann überlegt, wo man im Laufe der Rennen unnötige Punkte gesammelt hat……,HÄTTE, WENN und ABER zählt nicht und jeder hat so seine Geschichten, die wir natürlich jeden Abend in fröhlicher Runde ausgewertet haben. Max und Moritz konnten als 20. der Gesamtwertung den Juniorenweltmeistertitel verteidigen. Ralph Jambor/ Jens Schreiber(DJC) wurden 18. Und Charly Witte/ Karsten Schulz erreichten als neu formierte Mannschaft den 32. Platz. (Für die komplette Ergebnisliste hier klicken)  Und an Land? Da war alles hervorragend organisiert. Die Boote lagen bei den Anliegervereinen verteilt und wir wurden herzlich aufgenommen. Die Vermessung dauerte zwei Tage und verlief sehr professionell. Im großen Festzelt beim HYC fanden alle Events statt wie Eröffnungsfeier und Siegerehrung mit vielen Sachpreisen. Jeden Abend war dort was los, aber der Höhepunkt war der“ Berliner Abend“ mit den Showboys des YCBG und unserer Bockbierbluesband.